Celebrity Reflection

Die Celebrity Reflection gehört wie die Celebrity Millenium zur Flotte von Celebrity Cruises und zur Solstice-Klasse, die größer und neuer als die Millenium-Klasse ist. Die Zielgruppe der Reederei ist wiederum ein internationales und englisch sprachiges Publikum, sodass sich nur wenig Deutsche auf ihren Schiffen verirren. Aber dafür sind ihre Reiserouten auch ungewöhnlicher als die der deutschen Reedereien von AidaSol, der Mein Schiff 4 oder Mein Schiff 6.

Celebrity Reflection
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Länge:319 m
Breite:37,40 m
Tiefgang:8,6 m
Geschwindigkeit:23 Knoten
Crew:1.500
Passagiere:3.030
Decks:13
Baujahr:2012
Flagge:Malta
Bordsprache:Englisch
Bordwährung:US-Dollar

Hier gibt es ein Buffet und ein A-la-Carte Restaurant inklusive. Doch diesmal war die Küche nicht so überragend wie wir es bei der Celebrity Millenium erlebt haben. Angefangen hat es schon damit, dass wir keine freien Essenszeiten hatten, sondern stattdessen die späte Sitzung von 20 Uhr zugeteilt wurden. So kam es oft vor, dass wir viel früher Hunger hatten und darum das Buffet Restaurant aufgesucht haben. Aber selbst generell hat uns die Auswahl nicht umgehauen. Es gab oft ähnliche oder gleiche Gerichte und so gut wie nichts landestypisches. Die porchierten Frühstückseier sind jedoch besonders hervorzuheben!

Diesmal hatten wir auch kein Getränke Paket bei der Buchung inklusive. Wir haben aber auch selbst keines dazu gebucht, weil die Preise einfach exorbitant waren. So viel vertrinken kann man im Normalfall gar nicht – schon gar nicht an einem Hafentag!

Bei der Abendunterhaltung gab es diesmal einiges zu bemängeln. So richtig fesselnd war es alles nicht. Mal eine Sängerin, dann wieder ein kleines klassisches Konzert – nichts wirklich Großes. Selbst beim Best-of-Musicals haben sie es geschafft, haufenweise Titel rauszuziehen, die wir nicht kannten. Erst an den letzten zwei Abenden gab es zwei tolle Shows, eine davon mit einer irischen River Dance Gruppe aus Dublin. Was wiederum cool war, war die Silent Party. Die können wir echt jedem empfehlen!

Tagsüber war wenig Action. Wir lümmelten die meiste Zeit am Indoor Pool rum, der zum Glück gar nicht so belagert war. Das ältere Publikum hing scheinbar woanders ab. So haben wir immer zwei Liegen beieinander gefunden.

Wer Fitness und sportliche Aktivitäten sucht, ist hier nicht an der richtigen Adresse. Es gibt zwar ein kleines Fitnessstudio, was auch ein paar kostenlose Kurse anbietet, aber die Zeiten waren meistens frühmorgens, sodass wir das Angebot nicht einmal wahrgenommen haben.

Den kostenpflichtigen Spa Bereich haben wir wie auch bei der Celebrity Millenium nicht besucht. Dort hat es einen extra Raum mit Mineralbecken und Massage-Räume, aber da es den Indoor-Pool gibt, haben wir uns mit diesem begnügt.

Wie bereits erwähnt, sind Familien nicht die Zielgruppe. Darum haben wir auch wenig bis keine Kinder an Bord gesehen. Auch ein Kinderprogramm ist uns nicht aufgefallen.

Besonders positiv war die Reiseroute an sich. Die Kombination an Häfen gestaltet Celebrity Cruises wirklich gut. Besonders hervorzuheben sind vor allem die doppelten Hafentage, damit man auch über Nacht am selben Ort bleiben kann, um mehr von der Gegen zu sehen.

Leider hat uns diesmal die Unterhaltung und die Verpflegung nicht mehr überzeugt. Im Vergleich zur Reise mit der Celebrity Millenium hat man den Eindruck gehabt, dass irgendwie an diesen Punkten gespart wurde, was schade war. Zusätzlich waren die Ausflüge und Zusatzpakete von Celebrity Cruises so teuer, dass wir so gut wie möglich darauf verzichtet haben. Stattdessen nutzten wir lokale Anbieter, dessen Preise um mindestens die Hälfte günstiger waren.

Verpflegung 68%
Entertainment 67%
Sport & Wellness 63%
Family & Friends 35%
Gesamturteil 60%
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